Antrag auf Erstattung des Verdienstausfalls durch die Betreuung von Kindern nach § 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz (IfSG) - für Arbeitgeber -

Müssen Eltern oder Pflegeeltern wegen der Schließung von Kindertagesstätten oder Schulen aufgrund von Infektionsschutzmaßnahmen ihre Kinder zu Hause betreuen und können deshalb nicht zur Arbeit kommen, steht diesen ein Entschädigungsanspruch zu. Dieser beläuft sich auf 67 Prozent des regelmäßigen Einkommens, begrenzt auf längstens 10 Wochen. Sind die Eltern sozialversicherungspflichtig beschäftigt, erfolgt die Auszahlung der Entschädigung für die ersten 6 Wochen (bei Vollzeit 30 Arbeitstage) durch den Arbeitgeber. Dieser hat auf Antrag einen entsprechenden Erstattungsanspruch gegen den Freistaat Thüringen, wenn die Schließung durch eine Thüringer Behörde veranlasst wurde. Für die verbleibenden max. 4 Wochen beantragen die Eltern (bzw. Alleinstehende für maximal 14 Wochen) den Entschädigungsanspruch direkt beim Thüringer Landesverwaltungsamt. Es müssen nur Angaben zu einem Kind getroffen werden, wenn dessen Betreuung die Erstattung des Verdienstausfalls zeitlich vollständig begründet. Wer ist anspruchsberechtigt? Erwerbstätige Sorgeberechtigte bzw. Pflegeeltern von Kindern bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, bei Kindern mit Behinderungen, die auf Hilfe angewiesen sind, auch über das 12. Lebensjahr hinaus. Wann besteht ein Anspruch? Solange die Betreuung notwendig ist, also nicht durch andere Personen ausgeübt werden kann. Wann entfällt ein Entschädigungsanspruch bei Betreuung? Wenn Entgeltfortzahlungsansprüche aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Regelung (einschließlich kollektivvertraglicher Regelungen) bestehen, andere Entgeltersatzleistungen in der Betreuungszeit bezogen werden (können) oder soweit eine Schließung ohnehin wegen der Schulferien erfolgen würde. Ein Anspruch entfällt auch, wenn für die Betreuung Urlaub gewährt oder Guthaben aus Arbeitszeitkonten eingesetzt wurden. Zuständigkeiten und Fristen: Die Anträge werden vom Thüringer Landesverwaltungsamt bearbeitet und sind in einer Frist von 12 Monaten ab Betreuungsende einzureichen. Hinweis: Der Antrag wird erst erfasst und bearbeitet, wenn dem Antrag als Anlage auch der unterschriebene Unterschriftsbogen (siehe nachfolgende Seite) beigefügt wurde. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen alle für Ihren Antrag erforderlichen Anlagen (siehe nachfolgenden Seite) als Dateien zur Verfügung stehen sollten, um die vollständige elektronische Einreichung des Antrages sicherzustellen. Möchten Sie, nachdem Sie diesen Antrag vollständig abgesendet haben, einen weiteren Antrag stellen, so ist der Link auf unserer Webseite erneut aufzurufen. Aus technischen Gründen ist für Unternehmen die Nutzung nur o h n e Registrierung möglich.

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